Spiele für Kinder im Internet
Knapp 75% der deutschen Bevölkerung sind mit Computer und Internet ausgestattet. Dabei gehört das Internet mittlerweile für viele Menschen zu einem Bestandteil des Lebensalltags.
Die allgegenwärtige Medienzugänglichkeit trägt dazu bei, dass der Medienkonsum sich auch bei den Kleinen der Gesellschaft zunehmend an Beliebtheit erfreut. Dies nicht immer zur Freude der Eltern und Pädagogen, die sich oft vor die schwierige Aufgabe gestellt sehen, im Dschungel der Medienangebote den Überblick zu wahren und für die Kinder angemessenen Angebote auszufiltern. Insbesondere bei Computerspielen neigen besorgte Eltern infolge von Unsicherheit zu rigorosen Verboten oder besonderer Strenge, die alles andere als zielführend sind, zumal Computerspiele auf Kinder eine besondere Faszination ausüben und ihnen bei der Entsagung eine wichtige Erfahrungswelt verschlossen wird.
Darüber hinaus wird im Rahmen einer stetig modernisierenden Lernkultur bereits in der Schule der sichere Umgang mit Medienprodukten erwartet und vorausgesetzt.
Kompetentes Erzieherverhalten beinhaltet demgemäß die Erziehung zur Medienkompetenz, also die Kinder insoweit zu befähigen, mit Medien und ihren Inhalten ziel- und bedürfnisgerecht umgehen zu können.
Computerspiele: Chancen und Risiken
Dem Medium Computerspiele können sowohl negative, als auch positive Effekte zugeschrieben werden. So können der informelle Charakter vieler (Lern-)Spiele, die Förderung des logischen Denkens sowie des räumlichen Vorstellungsvermögens, die Steigerung der Kreativität als auch der Fantasievorstellungen und nicht zuletzt der Spaß an der Spieltätigkeit zu den Vorzügen gezählt werden. Kritische Argumente werden dagegen im Hinblick auf unkontrollierte exzessive Nutzung von Spielen sowie von gewaltdarstellenden und nicht altersadäquaten Medienprodukten vorgebracht.
Um die Schwierigkeit abzufedern, denen Eltern und Pädagogen bei der Auswahl günstiger und fördernder Spielangeboten begegnen, erfolgen nachfolgend überblicksartig Empfehlungen hinsichtlich kindgerechter Browsergames. Hierbei werden insbesondere die Hinweise und Anregungen sowohl der „Bundesprüfstelle“, als auch die des „Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend“ (BMFSFJ) berücksichtigt.
Pädagogisch wertvolle Spiele
Besonders qualitätsvolle Browsergames für Kinder werden jährlich mit dem „Tommi“ ausgezeichnet, dessen Herausgeber die Zeitschrift für Eltern und Kinder „spielen und lernen“ sind. Prämiert wurden 2011 dabei folgende Spiele:
„CARS 2 (Disney Interactive Studios)“: Ein spannendes Rennspiel mit Mehrspielermodus.
„Die SIMS MITTELALTER“: Ein abwechslungsreiches Simulationsspiel, mithilfe dessen die Kinder in das Mittelalter reisen und ein Leben als König bzw. Königin führen können.
„PUDDING PANIC“: Ein reaktionsschnelligkeitsforderndes Denkspiel, das die Kombinationsgabe der Kinder fordert und fördert.
Der Software-Preis GIGA-Maus ist ein Gütesiegel und prämiert besonders empfehlenswerte Familiensoftware und Onlineangebote.
In der Kategorie „das beste Online-Angebot zum Spielen und Gesamtsieger in der Gruppe Kinder 4-6 Jahre“ gewann dabei „TOM“:
http://www.kindernetz.de/tom
Gewinner in der Kategorie „Kinder 6 bis 10 Jahre –Spiel“ gewann als bestes Online-Angebot „der Bolzplatz“.
Als Sieger in der Sparte „Kinder ab 10 Jahren“ gewann als bestes Spiel
„Die Siedler 7 (Ubisoft GmbH). Ein namentlich ähnliches Spiel ist ebenfalls sehr beliebt:
Die Siedler Online.
In der Kategorie „Familie“ ging als bestes Online-Spiel-Portal www.kindernet.de hervor.
Für Kinder „ab 12 Jahren“ eignet sich das „Energetika 2010“ Spiel mit Lerncharakter.
Für weitere Browsergames empfiehlt die Bundesprüfstelle das „Internet-ABC“, das eine Datenbank für Kinderspiele zusammengestellt hat.
Januar 12, 2012
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